Im Rahmen ihres Schulprofils Inklusion besuchte die Mittelschule Faulbach die Lebenshilfe Werkstätten e. V. Schmerlenbach in Großheubach. Die 5. Klasse unternahm den Unterrichtsgang am Montag, dem 20. Juli, die 6. Klasse folgte am Dienstag, dem 21. Juli.

Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler einen informativen Vortrag über die Geschichte der Lebenshilfe Schmerlenbach sowie über deren Aufgabenbereiche und Zielsetzungen. Dabei setzten sie sich zunächst mit den Begriffen Behinderung und Inklusion auseinander. Darüber hinaus erhielten sie einen Einblick in die Entwicklung der Behindertenarbeit in Deutschland. Auch das dunkle Kapitel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und der damalige menschenverachtende Umgang mit Menschen mit Behinderung wurden thematisiert. Anschließend erfuhren die Klassen mehr über die Gründung des Vereins und dessen Bildungs- und Teilhabeziele.
Bei einer Führung durch die Werkstatt lernten die Schülerinnen und Schüler anschließend verschiedene Arbeitsbereiche und Produktionsabläufe kennen. Sie konnten den Beschäftigten bei ihrer Arbeit zusehen und mit ihnen persönlich ins Gespräch kommen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen von der Vielseitigkeit der Tätigkeiten und der hohen Professionalität der industriellen Produktionsabläufe.
Die beiden Unterrichtsgänge boten wertvolle Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt von Menschen mit Behinderung. Die Schülerinnen und Schüler bewerteten die Besuche als interessant und gewinnbringend. Durch die persönlichen Begegnungen konnten Berührungsängste abgebaut, Verständnis gefördert und die Bedeutung gesellschaftlicher Teilhabe unmittelbar erfahren werden. Damit leisteten die Besuche einen wichtigen Beitrag zur inklusiven Bildungsarbeit der Mittelschule Faulbach.